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| Ohnedies höchstens die Hälfte |
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| ISBN 3-85409-110-9 |
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im Bunde, begibt sich aus Neugierde und
mit dedektivischem Scharfsinn auf Spurensuche. Dabei entdeckt sie
etwas wie einen roten Faden, oder bessere mehrere, die sie für den
Leser Stück für Stück aufrollt: Wer erpreßt wen? Wer ist der
geheimnisvolle Hugo Hartmann? Wer macht mit wem Geschäfte? Geht es um
Schulden, Drogen, wertvolle gestohlene Bücher? Um die Verlängerung
eines Lehrauftrages? Um alles zusammen oder um ganz etwas anderes? |
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Rezensionen
Wahn in der Wienzeile |
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Textprobe
Hans hat einen Freund. Kein wirklicher Freund, weil Hans keinen
wirklichen Freund hat, aber so etwas, was man einen Freund nennen
kann. Peter Fichtel. Peter ist fünf Jahre jünger als Hans und wohnt
im selben Haus. Hans hat auch eine Freundin, obwohl er Frauen haßt.
Sie heißt Marina und übernachtet gelegentlich bei Hans, nicht zu oft,
weil Hans sie nicht mag und weil sie weiß, daß Hans lügt. Sie kennt
auch Peter, von dem sie weiß, daß er auch lügt und daß er viele
Freundinnen hat, die keine Bedeutung für ihn haben, und daß er schon
einmal etwas mit der Polizei zu tun hatte im Ausland. Hans' Wohnung
besteht vorwiegend aus Büchern und Betten. Er ist eigentlich eher
unreinlich und läßt keine Bedienerin in seine Wohnung. Hans hat
jahrelang geschnupft, bis er eines Tages vor der Wahl stand, nichts
mehr zu schmecken oder das Schnupfen aufzugeben. Seither raucht er
Virginier und denkt, er ist Nichtraucher. Früher war die Wohnung mit
Schnupftabak übersät. Das Bettzeug war schwarz, die Bücher auch, der
Fußboden mit Tabakbröseln überzogen, die Fingernägel waren schwarz.
Strohalme und Asche ersetzen jetzt den Schnupftabak. Hans leidet auch
an einer Überproduktion von Ohrenschmalz und verfügt über ein
ausgezeichnetes Gehör. Wegen des vielen Ohrenschmalzes muß sich Hans
ständig die Ohren reiben. Hans besorgt dies mit einer umgebogenen
Büroklammer. Vom Ohrenschmalz ungereinigte Büroklammern bedecken
ebenfalls den Boden. Hans fühlt sich wohl. Marina will jetzt öfter
Hans besuchen, was ihm gar nicht paßt. Marina überwacht Hans und Hans
Marina. Hans muß wieder gelogen haben. Hans hat nämlich telefoniert.
Das hat Marina am Hörer gerochen. Hans rasiert sich nur sehr selten.
Deshalb riecht der Hörer auch nur sehr selten nach Hans'
Rasierwasser, genaugenommen immer nur dann, wenn er gerade telefoniert
hat, nachdem er sich rasiert hatte. Und Hans ist glatt rasiert. Hans
bietet Marina wieder eine seiner schamlosen Ausreden an. Er weiß es
nicht mehr genau, mit Busch oder Keller. Kollegen. Hans kann um
sieben Uhr am Abend nicht vergessen haben, mit wem er am Nachmittag
telefoniert hat. Er streitet auch gar nicht ab, telefoniert zu haben.
Hans weiß immer, mit wem er telefoniert hat. Also lügt Hans.
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